About
Bio
Mehrere Leben in einem

Ich bin eine französische Malerin und lebe seit 2016 in München.
Davor arbeitete ich als Juristin in einer Pariser Anwaltskanzlei. Doch das Leben führte mich auf einen anderen Weg.
Eine Phase beruflicher Erschöpfung ließ mich erkennen, dass ich mich im Laufe der Jahre immer weiter von mir selbst entfernt hatte. Ich verspürte das tiefe Bedürfnis nach Stille, Abstand und einer Rückverbindung zu dem, was mir wirklich wesentlich ist.
In dieser Zeit griff ich wieder zu meinen Pinseln.
Die Malerei wurde für mich zu einem Weg zurück zu mir selbst – ein Raum der Freiheit, der Entdeckung und der Wandlung.
Aus diesem persönlichen Weg entstand „Der Goldfisch, der glaubte, eine Sardine zu sein“ (Der Goldfisch, der sich für eine Sardine hielt) – die poetische Geschichte eines kleinen Fisches, der seinen eigenen Weg sucht.
Sie spiegelt meine eigene berufliche Neuorientierung wider und greift zugleich universelle Fragen nach Veränderung, Identität und Selbstbestimmung auf.
Wo Freude ist, öffnet sich der Weg.
Dieser Satz ist zu meinem Leitmotiv geworden.
Heute male und stelle ich meine Arbeiten in Frankreich und Deutschland aus.
Im Laufe der Jahre hat sich meine künstlerische Praxis über die Malerei hinaus weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Bereichen entstanden Projekte, die Malerei, Schreiben, Tanz und sinnliche Erfahrungen miteinander verbinden.
Mit meiner Arbeit möchte ich Räume schaffen, in denen Menschen innehalten, wahrnehmen und den Zugang zu ihrer eigenen Sensibilität wiederfinden können.


Künstlerischer Ansatz
Die Farbe, meine Sprache

Meine Malerei entsteht aus der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Farbe.
Durch aufeinanderfolgende Farbschichten entwickeln sich Kompositionen, die mit meinem inneren Erleben in Resonanz stehen. Farbe ist meine sinnliche Sprache. Ich arbeite gern mit leuchtenden und kraftvollen Farbpaletten und suche nach einem ausgewogenen Zusammenspiel von Formen, Rhythmen und Farbharmonien.
Im Verlauf des Malprozesses treten Formen hervor, die dem Bild nach und nach seine Richtung geben. Je nach ihrer eigenen Dynamik entscheide ich, das Werk abstrakt zu belassen oder es zu einer freien Figuration weiterzuentwickeln – ohne den Anspruch auf gegenständlichen Realismus. So entstehen Landschaften, Blumen, Silhouetten, Fische oder imaginäre Territorien ganz organisch.
Diese Motive spiegeln die Fragen, Emotionen und Themen wider, die mich im jeweiligen Schaffensprozess bewegen.
Ich möchte die Wirklichkeit nicht naturgetreu abbilden. Die entstehenden Motive werden vielmehr zu Projektionsräumen – zu Möglichkeiten, Empfindungen, innere Zustände oder universelle Fragestellungen sichtbar zu machen.
Ich arbeite überwiegend mit Acrylfarbe, einem Medium, das Spontaneität, schnelle Veränderungen und das Arbeiten in aufeinanderfolgenden Schichten ermöglicht. In meinem Atelier entstehen mehrere Bilder gleichzeitig, sodass ein kontinuierlicher kreativer Fluss erhalten bleibt. Je nach künstlerischem Impuls arbeite ich außerdem mit Ölfarbe oder wasservermalbaren Wachskreiden.
Was über das Bild hinaus entsteht
Mit meiner Arbeit versuche ich vor allem, dem Ausdruck zu verleihen, was mich innerlich bewegt. Ich wünsche mir, dem Betrachter einen Raum der Projektion zu eröffnen, in dem eigene Resonanzen, Emotionen und innere Bilder entstehen können – und der ihn vielleicht dazu einlädt, seinen eigenen Weg zu entdecken.

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